Stories statt Powerpoint Karaoke

Future Skill: Storytelling

Eine Uni in Deutschland um 8.00 Uhr. Vorlesung: VWL, Markt und Staat. Zustand der Studenten: körperlich anwesend. Der/die Professor*in: ein Ass im PowerPoint Karaoke.

Denn er/sie liest lediglich ab, was auf den Folien steht. Dann Sinneswandel: Er/Sie schaut auf und sagt zu den Studenten*innen: „Hierzu möchte ich Ihnen eine kleine Geschichte erzählen.“ Zack, alle wach. Das Wort „Geschichte“ kommt unverhofft um die Ecke und rettet den Ruf des/der Referenten*in.


So in etwa hat das wahrscheinlich jeder von uns schonmal erlebt – und die Geschichte nicht mehr vergessen (vorausgesetzt, sie war gut). Die Kunst dahinter, von der hier die Rede ist: natürlich Storytelling. Die Fähigkeit, sein Publikum mit einer spannenden Geschichte zu fesseln, um seine eigenen Botschaften, Ideen und Gedanken (und mit etwas Glück vielleicht sogar ein bisschen sich selbst) unvergesslich zu machen. Soviel ist sicher: Storytelling gehört heute zu den wichtigsten Future Skills – nicht zuletzt auch der Grund, warum diese Kompetenz in unseren Business Action Games viel Raum bekommt. Aber warum ist Storytelling im Business heute so wichtig? Was machen Geschichten mit uns? Warum liebt unser Gehirn eigentlich Geschichten? Und was braucht eine gute Geschichte? Wollen wir doch mal sehen ...

Warum ist Business Storytelling heute so wichtig?


Jede/r Deutsche wird heute im Durchschnitt mit 6.000 Informationen pro Tag konfrontiert. Allein in Deutschland werden jeden Tag 700 Milliarden E-Mail verschickt, davon sind 80 % Spam (die verzweifelten Akquise-E-Mails deines Mobilfunkanbieters und/oder deiner Bank nicht mitgezählt). Unser Gehirn muss all diese Informationen innerhalb kürzester Zeit auswerten, filtern, verknüpfen etc. Konzentrationsstörungen, Müdigkeit und Vergesslichkeit sind mögliche Folgen. Gelinde gesagt. Wer in seiner Präsentation von seinem Produkt begeistern möchte, sollte also mehr auffahren als schnöde Daten, Zahlen und Fakten (Frank Dopheides äußerst lesenswertes Buch zum Thema Purpose heißt nicht umsonst „Gott ist ein Kreativer, kein Controller“).

Es spricht aber noch etwas viel Bedeutenderes für eine gute Story – nämlich: das menschliche Herz. Denn alte Regel: Wir behalten, was uns berührt. Mit einer starken Geschichte überzeugen wir Menschen nicht nur von einer Idee, sondern wir bringen auch ihre Gefühle in Bewegung. Wir stellen eine menschliche Verbindung her, die Zuhörenden fiebern mit uns (und natürlich mit dem/der Helden*in). Und nicht zuletzt: Wir zeigen unseren Zuhörern*innen, dass wir keine kalten, transaktionsorientierten Knochen sind, sondern Menschen mit Herz, Seele und bestenfalls sogar mit Humor. Das schafft Vertrauen. Und Vertrauen schafft erfolgreiche Meetings. So einfach ist das.


Storytelling als Führungs-Instrument


Wo wir schon beim Menschsein sind: Mehr und mehr Führungskräfte entdecken die Kraft der Geschichte auch in ihrer täglichen Arbeit mit ihren Teams. Zugegeben noch sehr wenige, aber jedem Anfang wohnt ein ... Ihr wisst schon. Denn Geschichten konstituieren eine gemeinsame, lebendige Wirklichkeit: Wer sich in seinem Team beispielsweise als Teil einer Bergexpedition versteht, hat eine andere Einstellung zu seiner Aufgabe als der/die bloße Projektmanager*in, der/die seine/ihre Quartalszahlen erreichen muss. Sinnstiftende Erzählstrukturen schaffen eben nicht nur eine Informationsebene, sondern auch einen emotionalen Resonanzraum, in dem Motivation, Phantasie, Kreativität, Mut und Inspiration entstehen. Die beste Ausrüstung, mit der man sein Projekt-Team zu echten Gipfelstürmern*innen machen kann (um mal bei der Bergexpedition zu bleiben).

Wie wirken Geschichten in unserem Gehirn?


Ganz interessant, aber etwas theoretisch, daher nur kurz: In der Psychologie werden zwei unterschiedliche Arten von Gedächtnis unterschieden – das analytische und das narrative Gedächtnis. Das analytische Gedächtnis ist für Planung und logische Argumentation zuständig. Hören wir hingegen eine Geschichte, springt unser narratives Gedächtnis an und erzeugt Emotionen. Das Herz klopft, unser Blut kommt in Wallung und es werden mehrere Hirnregionen aktiviert. Im Kopf entstehen Bilder und Geschichten. Resultat: Die mit Geschichten transportierten Fakten bleiben viel länger in Erinnerung – dem amerikanischen Psychologen Jerome Bruner zufolge sogar 22 Mal wahrscheinlicher (vgl. Bruner, Jerome: Making Stories, Harvard University Press).

Mal auf den PUNK gebracht.

Wir alle lieben gute Geschichten. Aber woran erkennt man sie bzw. was braucht es, um selber eine gute Story zu erzählen? Wir kürzen das ab: Wir können dir helfen. Mit unserem How-to-Storyboard, das du dir hier downloaden kannst. Nur soviel: Du brauchst eine/n Helden*in, eine Herausforderung, ein Hindernis, dessen Lösung und ein Learning. Kein Hexenwerk, du schaffst das.

Zusammengefasst: Wenn du dein Publikum also mit einer Botschaft erreichen möchtest, dann tue dies als fühlendes Wesen und nicht als staubtrockene/r Fakten-Checker*in. Und ganz wichtig, wenn es um die Geschichte für eine Präsentation geht, mit der du etwas verkaufen möchtest: Die Geschichte sollte entweder wahr sein (z. B. veranschaulichen, was deine angebotene Idee wirklich gelöst hat) oder ganz ehrlich als Märchen/Aussicht/Traum angekündigt werden („Stellen Sie sich vor ...“). Stark konstruierte Geschichten erkennt der/die Zuhörer*in nämlich sofort, denn er ist intelligent. Oder sagen wir es mit Tucholsky: Das Volk ist doof, aber gerissen.


Du hast Fragen? Du hast uns.

Du möchtest mehr über Storytelling erfahren oder wie du diese Fähigkeit in unseren Business Action Games auf ein neues Level hebst? Sprich uns einfach an. Wir freuen uns auf deine E-Mail unter hey@punkbywbs.de oder deinen Anruf unter Tel.: +49 (0)30 83799450.

Quellen und Buchtipps:

https://www.boersenverein.de/markt-daten/marktforschung/wirtschaftszahlen/buchproduktion/
https://www.ionos.de/digitalguide/online-marketing/verkaufen-im-internet/informationsueberflutung-das-zuviel-an-werbung/

Bruner, Jerome: Making Stories, Harvard University Press
Dopheide, Frank: Gott ist ein Kreativer, kein Controller. Econ Verlag

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