Warum Game-Based Learning die nachhaltigste Art zu lernen ist.

Frontal ist fatal!

Begeisterung ist der Dünger fürs Gehirn. Leider nicht von uns, sondern von Gerald Hüther, Deutschlands berühmtestem Neurobiologen. Mit dieser These reist Hüther seit vielen Jahren durch die Welt und hält eine Keynote nach der anderen.

Und recht hat er. Es wird eben nur dann etwas im Gehirn verankert, wenn der Lernstoff „emotional aufgeladen“ ist – kurz: Spaß macht und sinnvoll erscheint. Und Spaß macht Lernen vor allem dann, wenn man ausprobieren, entdecken und gestalten kann, anstatt einer eingleisigen Frontalbeschallung zu lauschen. Das gilt für Kinder, für Erwachsene, eben ein ganzes Leben lang. Denn „nur durch die Aktivierung emotionaler Zentren werden bestimmte Botenstoffe freigesetzt, die das Gelernte in Form von neuaufgebauten Netzwerken verankern“, so Hüther im Focus Interview.

Und da wären wir auch schon bei der Frage, warum immer mehr Fortbildungsanbieter versuchen, ihren Lernstoff spielerisch zu verpacken. Problem: Viele glauben, ein High Score und ein Belohnungssystem reichen aus, um aus einem langweiligen Frontalunterricht ein Feuerwerk mit Tiefenwirkung zu machen. Fehlanzeige. Denn für eine nachhaltige Wissensvermittlung bzw. -aufnahme braucht es mehr als Punktestände, verschiedene Level, Rankings, Belohnungen und messbare Ergebnisse. Wer seinen Stoff mit einem solchem Beiwerk aufhübscht, macht das, was man unter „Gamification“ versteht. Hingegen ist nachhaltiges und motiviertes Lernen im Rahmen eines echten Spiels mit einer Story das, was wir unter „Game-Based Learning“ verstehen. Beide Begriffe werden häufig nicht trennscharf behandelt oder sogar verwechselt. Bringen wir mal ein wenig Licht ins Dunkel.

Gamification versus Game-Based Learning

Stell dir – passend zum Herbst – folgendes Szenario vor: Du bist Hausmeister einer Schule. Dort muss das Laub gefegt werden, und die Kids sollen helfen. Problem: Nach fünf Minuten verlieren die Kids die Lust, und der Job bleibt an dir hängen. Drei Wochen später machst du deshalb folgendes: Du organisierst einen Pokal, einen Timer, eine Pfeife und machst aus der Laub-Aktion einen Wettbewerb. Ergebnis: Die Kids geben Gas. Das ist Gamification. Man nehme eine Spielmechanik und ein paar Spiel-Komponenten und schon wird aus einer langweiligen Aufgabe ein spannender Wettbewerb. Gamification schafft mehr Motivation, den Prozess zu beenden. Nicht weniger, aber eben auch nicht mehr.

Game-Based Learning hingegen setzt auf Designelemente eines Spiels – zum Beispiel Challenges, Regeln und eine Story. Dieses Lernprinzip nutzt auf diese Weise das Lern- und Motivationspotential von Spielen zum Erlernen von realem Wissen. Das bedeutet: Die psychologischen Effekte von Games wie Storytelling, Feedback- und Anreizsystemen, Regelmechanismen und anderen Komponenten und Dynamiken werden von Spielen auf einen produktiven Bereich übertragen. Die Folge: Die typischen Verhaltensmuster von Gamer*innen wie Konzentration, Ausdauer, emotionales Engagement bis zum «Flow», Frustrationstoleranz und Kooperationsbereitschaft sowie strategisches Denken werden damit auch fürs Lernen nutzbar.

Unternehmen suchen Gamification, obwohl sie eigentlich ein Game Based Design brauchen, um ihre Mitarbeiter entsprechend ihrer Potenziale und Unternehmensziele zu fördern.

Dagmar

Product Lead

Warum Game-Based Design so nachhaltig wirkt.

Wir haben dir mal die Kernfeatures eines guten Game-Based Designs zusammengefasst:

Die Story: Eines der erfolgreichsten Beispiele für Game-Based Design in der Vergangenheit ist das Spiel „Where the Earth is Carmen San Diego?“ Das Prinzip: Um Carmen zu finden, mussten die Kinder sich mit verschiedenen Ländern und Städten beschäftigen. Besser geht Erdkundeunterricht wohl kaum. Denn die Kids wollten in erster Linie Carmen finden, auch wenn das bedeutete, sich mit Erdkunde beschäftigen zu müssen. Das zeigt, dass eine gute Geschichte Unterrichtsziele viel spannender und interessanter macht.


Regeln:
Regeln limitieren die Möglichkeiten, das Ziel zu erreichen. Das macht erfinderisch und fördert das kreative und strategische Denken.


Ein Ziel:
Ein Ziel – zum Beispiel Präsentieren lernen – macht für den Spieler im wahrsten Sinne des Wortes wirklich Sinn. Es ist sein Motiv, was ihn wirklich weiterbringt – was man vom Einsammeln orangener Lutschbonbons (Candy Crush) nicht gerade behaupten kann.


Freiwillige Teilnahme:
Eine freiwillige Teilnahme stellt sicher, dass das Spiel mit herausfordernden und mitunter auch stressigen Aufgaben dennoch als ein sicherer, angenehmer Raum wahrgenommen wird, den ich jederzeit verlassen kann. Zudem bedeutet eine freiwillige Teilnahme, dass alle Regeln, Mechaniken, Feedbacks und das Spiel selbst auch von den anderen Teilnehmern akzeptiert wurde.


Feedback:
Durch Feedback erfährt der Teilnehmer, wie weit er von seinem Ziel entfernt ist. Das spornt an und motiviert, noch besser zu werden. Das können erreichte Punkte sein, ein Ranking, ein High Score oder – wie in unseren Games – ein verbales Feedback direkt von deinem Team.

Scoring Design: Aufwändige Feedback-Grafiken (Balken, Torten, 3D-Diagramme, Animationen oder Sounds) machen das Spiel nicht nur attraktiver, sondern das Feedback auch informativer. Und je mehr man über sich erfährt, desto höher ist die Bereitschaft, sich mit dem Spiel und sich selbst auseinanderzusetzen.

Learning by doing: Zugegeben, dieses Lernprinzip schreiben sich viele Anbieter auf die Fahne, aber die wenigsten ziehen es auch wirklich durch. Für uns ist Learning by doing einer der zentralen Dreh- und Angelpunkte für erfolgreiches Lernen und echte Ich-Entwicklung. In jedem unserer Spiele springst du direkt in die Lernzone: machen, scheitern, aufstehen, lernen – effizienter kannst du deine Future Skills nicht auf ein nächstes Level heben.


Diese und weitere Features machen das Lernen zu einem emotionalen Erlebnis. Und wenn du uns fragst, liegt genau hier die Zukunft des Lernens. Aus der Theorie direkt in die Praxis – eben learning by doing to punk it.

Mal auf den PUNK gebracht.

Während also Gamification aus etwas sehr Langweiligem etwas sehr Kurzweiliges macht, verbessert man mit Game-Based Design echtes, produktives Wissen – zum Beispiel Präsentationstechniken. Das Spiel ersetzt hier den Lehrer, die unmittelbare Praxis den theoretischen Frontalunterricht.

Ein Game-Based Design für dein Team?

Du möchtest mehr über Game-Based Learning erfahren oder das ganze direkt mal mit deinem Team ausprobieren? Oder du hast sogar konkrete Vorstellungen, welche Fähigkeiten dein Team in naher Zukunft trainieren soll? Dann sprich uns einfach an. Wir entwickeln nämlich auch maßgeschneiderte Games, in denen du und dein Team genau die Kompetenzen erwerbt, du ihr für euer Business braucht. Schreib uns eine E-Mail unter hey@punkbywbs.de oder rufe uns direkt an unter Tel.: +49 (0)30 83799450. Wir freuen uns auf dich.

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